Artgerechte Ernährung und Fütterung 

Die  back- to-the -nature Fütterung bei den Aaseezwergen

Wie füttern wir unsere Aaseezwerge ?

Um zu begreifen was es mit dem Namen (Back to the nature)- Fütterung auf sich hat, werfen wir einen kleinen Blick auf die Natur des Kaninchens zurück. Kaninchen ernähren sich in der Natur sehr vielfältig von verschiedensten Pflanzenarten. Fallobst, Fallobstbaum, Nussbäume, Kräuter, Blumen, Zweigen, von Wurzeln und getrockneten abgestorbenen Pflanzen. Diese Art der Nahrung nahm ich zum Anlass, bei meiner eigenen schon sehr vielfältigen Fütterung etwas auf die Bremse zu treten. Das Kaninchen ist vom Körper und den Organen her nicht dafür gemacht, exotische Gemüse und Obstsorten wie zum Beispiel eine Paprika zu fressen. Natürlich ist diese deswegen nicht giftig, sie sollte jedoch nicht alltäglich auf dem Teller liegen. Viele Kaninchenhalter füttern viel zu viel exotisches, da es leider anscheinend momentan auch ein kleiner Trend ist, den Kaninchen so Sachen wie Weintrauben, Melonen und mehr anzubieten. Ich finde es jedoch wichtig, dass jedes Tier welches nicht in der Natur lebt, dennoch naturnah gefüttert wird. Dies ist das natürlichste, gesündeste und dadurch in meinen Augen auch ART-gerechteste was man bieten kann.
So sieht meine Fütterung über die ganzen grünen Jahreszeiten absolut grünlastig aus. Frisches leichtes Grün wie Kräuter ( Dill, Koriander, Petersilie, Fenchel, Salate, Möhren mit Grün, Stangensellerie und hier und da auch mal Knollengemüse oder Fallobst), kaufe ich hier zusätzlich. das macht bei mir etwa 20 % der Fütterung aus. Bei dem grünsten Teil meiner Fütterung bezieht sich das ganze auf Wildwiesenkräuter. Hier lege ich absolute Priorität auf Vielfalt, damit meine Tiere viel Angebot bekommen und selbstständig das selektieren können, was sie brauchen oder möchten. Bei der Wildwiesensammlung geht es wirklich darum, nicht nur Gräser zu sammeln. Es geht um Kräuter und Blumen vieler Arten!
Meine Wildwiesenfütterung bezieht sich den Sommer über auf mindestens 50% meiner Fütterung. 
Die restlichen 30% beziehen sich dann auf getrocknetes, qualitativ hochwertiges Bio Heu und meine Saatenmischungen. Auch die Heufütterung von GUTEM Heu wird enorm unterschätzt und leider auf großen Seiten viel zu kurz und klein gefasst. Denn in Kombination mit der Wildwiese, brauchen Kaninchen das Heu für eine gesunde Darmflora. Heu sind Trockenrohfasern, die gemeinsam mit den Mikroorgansimen im Magen- Darm-Trackt agieren und eine gesunde Schutzschicht an Darmbakterien produzieren. Im Darm sitzt auch größten Teils das Immunsystem des Kaninchens. Auch in der Natur fressen die Wildkaninchen viele getrocknete Pflanzen zum Ausgleich und es ist enorm wichtig, dem Kaninchen gutes und hochwertiges Heu IMMER frei zu Verfügung zu stellen!